50 Wolfgang 21.12.03 23:46 |
Entschuldige, mave, habe in meiner Funktion als Initiator und Moderator dieses Forums deinen letzten Beitrag bezüglich Beschwerdestelle wegen Steuern gelöscht, passt wirklich nicht an dieses Brett.
Aber dass du noch einmal auf meinen versteckten Aufruf zur Solidarität der Künstler und Geleristen eingegangen bist, finde ich gut! Die Diskussion über "Was ist Kunst und wer ist ein Künstler" war zuletzt doch etwas fruchtlos.
Lasst mich den von dir erneut angesprochenen Handlungsansatz an dieser Stelle konkretisieren:
Eins schicke ich voraus: Ich bin nach wie vor der Meinung, das klappt nie! Trotzdem habe ich darüber nachgedacht, wie so ein "Top-Boykott" denn zumindest theoretisch klappen könnte. Mir fiel dazu Folgendes ein:
Zuerst einmal müßte man alle Top-Kategorie-Künstler und -Galeristen dazu auffordern, ihre eMail Adresse bekannt zu geben, um sie in eine Datenbank aufzunehmen. Das kann bei vielen nur über den Button "Frage an den Verkäufer" geschehen. Dann verschickt man einen Newsletter mit einem Online-Formular (das Gute ist ja, dass alle bei ebay mit dem Internet umgehen können), in dem verbindlich zu erklären ist, dass man in einem festgesetzten Zeitraum (zum Beispiel zwischen dem 11. und 24. Januar beim Einstellen der Bilder auf die Top-Kategorie verzichten wird, unter der Voraussetzung, dass 80 Prozent aller dazu aufgeforderten sich ebenfalls dazu bereit erklären. Die Auswertung der Rückläufe sollte dann in Echtzeit online verfolgt werden können. Man sollte auch sehen, wer mitmacht (damit man sieht, wer nicht mitmacht!).
Wenn bloß wenige die Erklärung zurückmailen, dann behalte ich Recht und "das klappt nie". Wenn tatsächlich 8 von 10 die Erklärung unterschreiben, dann teilt man das allen in einem Folge-Newsletter mit und gibt quasi den Startschuss für die (Boykott-)Aktion. Wenn sich alle an das halten, was sie versprochen haben, wird es in den 2 Wochen dann nur wenige Top-Kategorie-Bilder geben.
Risiken, die ich sehe:
1. Das Ganze ist mit erheblicher Arbeit verbunden. Das könnte ich nicht alleine anschieben.
2. Viele werden auf die "Frage an den Verkäufer" nicht reagieren und ihre eMail nicht preisgeben. Oder ...
3. ... ebay könnte die Anfragen rausfiltern, denn ganz sicher bekommt ebay das mit.
4. Viele werden die Erklärung NICHT zurückmailen, sei es, weil sie auf die Top-Präsentation unter keinen Umständen verzichten wollen oder einfach aus Schusseligkeit. Folglich ...
5. ... werden die 80 Prozent nicht erreicht werden und die Aktion fällt in sich zusammen. Weniger als 80 Prozent anzusetzen halte ich für nicht sinnvoll.
Chancen, die ich sehe:
1. Die Aktion macht mächtig Wirbel. das kann man auch fördern, zum Beispiel durch einen Artikel auf den wortfilter.de-Seiten. Axel Gronen, der www.wortfilter.de betreibt (wer diese geniale Homepage nicht kennt: unbedingt hinsurfen!), hatte auch meinen Artikel 1:1 in seine News übernommen - vielen Dank an dieser Stelle, Axel! Vielleicht berichtet auch die Presse darüber - ebay-Themen sind immer sehr beliebt.
2. Die Anbieter können Ihre Solidarität zeigen. Wer nicht mitmacht outet sich.
3. Die Aktion lockt neue Besucher in die Kunst-Kategorien, die sich bisher nicht dorthin geklickt haben.
4. Der (vorerst zeitlich begrenzte) Top-Boykott könnte tatsächlich stattfinden und Signalwirkung haben. Worauf ...
5. ... ebay mit einer Gebührensenkung für die Top-Kategorie reagiert (wer das glaubt ...)
Mich würde interessieren, wie die Leute hier im Forum über diese Vision denken. |
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