Reaktionenen auf meinen Standpunkt zum Thema »Zeitgenössische Kunst bei ebay«



87 Einträge
7 Wolfgang Manz
04.12.03 15:32
Konkret zu Silkys Beitrag:
Das "pushen" ist eigentlich nicht das Hauptthema meines Artikels. Aber es scheint für viele ebayler wichtig zu sein. Deshalb ein kurzes Statement dazu:
Wie Silky bereits andeutet, wäre es eigentlich ganz einfach, einen Verlust zu vermeiden: Der Künstler gibt als Startpreis den Betrag ein, der für ihn die Schmerzgrenze darstellt, fertig! Aber das ist graue Theorie: die Auktion käme dann nämlich überhaupt nicht in Gang und geht ins Leere! Das ist jedenfalls meine Erfahrung (habe auch schon an die 150 Artikel versteigert - wenn auch keine Kunst). Offensichtlich will niemand mit z.B. 70 Euro Startpreis in die Auktion für ein Gemälde einsteigen. Wenn aber das gleiche Gemälde mit Startpreis 1 Euro eingestellt ist, bringt es am Schluss vielleicht sogar 160 Euro.
Ich bekenne: nachdem ich das einmal erkannt habe, habe ich auch schon mal einen Freund gebeten, ein Gebot für meine Auktion abzugeben ... Wenn man Pech hat, ersteigert man so natürlich seinen eigenen Kram und zahlt auch noch Provision dafür! Und ebay lacht! Das wird auch der Grund sein, warum ebay sogar ausdrücklich dazu auffordert, zusätzliche Accounts anzumelden ...
*
Wichtig auch der Punkt mit den hohen Gebühren für "Top-Kategorie" und "Top-Galerie". In keiner anderen Kategorie ist das so ausgeprägt wie im Kunstbereich: Da fangen die "normalen" Auktionen tatsächlich manchmal erst auf der Seite 30 an! Dort kuckt aber kein Schwein. Also kann der Künstler eigentlich gar nicht anders als die Kohle für diese Hervorhebung an ebay abzudrücken. Die ebay-Künstler müssten da mal zusammenstehen und sich gemeinsam bereit erklären, darauf zu verzichten. Wenn alle mitmachen würden hätte keiner einen Nachteil. Aber alle würden viel Geld sparen!
Aber wetten: das klappt nie!!!
  E-Mail art-goes-ebay.zweimaleins.net


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Der Meinungsaustausch soll auch nach Ablauf der ebay-"Auktion" fortgesetzt werden.

6 newyorkgirl
04.12.03 11:25
Nachtrag zum Thema "pushen"

... habe ja jetzt beim Surfen durch die verschiedenen ebay-Foren bemerkt, daß dies durchaus ein Thema ist, worüber diskutiert wird.
*
Der Autor dieses Artikels hat die "Schummelei" ja auch schon angesprochen. Klar bemerkt man die, wenn man etwas aufmerksam ist. Bei den "privaten Versteigerungen" kann man sie nur vermuten, bei den offenen Versteigerungen sind sie oftmals offensichtlich.
All' die mitbietenden Nuller ohne gültige emailadresse )
*
Frage nun: ist dieses *Hochbieten der eigenen Ware* nun unseriös, amoralisch und unfair?
Auf der einen Seite würde ich sagen: JA! Schließlich finde ich ja auch im Sport Doping großen Mist (!) und wenn jemand auf ebay seine Kunst anbietet, dann soll er doch bitte auch die Spielregeln einhalten. Auf einem realen Flohmarkt gibt es ja schließlich auch keine Geister, die die Ware plötzlich teurer machen ...

Auf der anderen Seite: Nein! Denn ist es nicht eher unmoralisch ein Unikat, egal ob Gemälde oder Skulptur, für 30 Euro zu erwerben?

Da schlagen sozusagen die berühmten "2 Herzen in meiner Brust".

Ich fand es bisher oftmals beschämend für wie wenig Geld ich eine kleine Kostbarkeit abgegriffen habe. Nur: es muß ja eigentlich auch kein Künstler seine Werke für 1 Euro einstellen ... oder vielleicht doch, weil der Käufermarkt immer kleiner wird?

Und weil man als Käufer durch die ebaypreise verdorben wird, plötzlich denkt man abends im Restaurant, daß man gerade für 30 Euro ein kleines Originalkunstwerk verspeist hat ... 30 Euro sind nun nicht mehr ein Abendessen, sondern ein Unikat. Und wenn plötzlich ein Gemälde einen Anfangspreis von 100 Euro hat ... dann hält man das eben nach einem halben Jahr ebay-tätigkeit für verblüffend viel (obwohl man die Preise der realen Galerien eigentlich ziemlich genau im Kopf hat).
*
Anderer Gedanke: wenn diese TOP-Kategorie-Gebühr bei ebay nicht so unverschämt hoch wäre, dann würden viele Kunstwerke kurz vor Auktionsschluß besser auffindbar sein und bestimmt auch bessere Preise erzielen können.
So sind hohe Anfangspreise wie hier beschrieben wirklich oftmals ein Garant dafür, daß die Ware liegen bleibt ...
Silky
  E-Mail


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5 newyorkgirl
03.12.03 13:13
Superguter Artikel.
Bringt so ziemlich genau auch meine Gedanken zum Thema auf den Punkt.
Erstaunlich ist ja nicht, daß es so viel "Deko-Attrappen" (Begriff ist nicht von mir, sondern von einem Galeristen) gibt, sondern daß man wirklich Schönes finden kann.
Und man sollte jedem Käufer empfehlen, erst einmal ein paar Wochen die Szene in Ruhe zu betrachten, denn dann erkennt man ganz gut, welche Bilder als Massenware und am laufenden Band hergestellt und online gestellt werden und wo man bei ebay doch sogar Unikate findet.
Danke für die Betrachtungen zum Thema!
Silky
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4 matibu2
02.12.03 12:39
hab die grosse birne eingestellt und diese seite entdeckt. super, vielen dank. ich freu mich sehr über die neutrale darstellung der sachverhalte, aus der perspektive aller beteiligten......... vielen dank an dich und ebay im namen aller landpomeranzen, denen überhaupt keine galerie zur verfügung steht, weil keine da und die trotzdem malen wollen !!!!!!!!!!!
  E-Mail


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3 Amen Armin
02.12.03 12:30
Jeder möchte gern ein Schnäppchen machen. In jedem Schlummert ein kleiner Künstler. Lässt sich aber beides verbinden? Ich sage JA. Denn die Künstler haben es vorgemacht.
Zusammengetackerte Bilder, schludrig gearbeitet, hundertfach Multipliziert und einfachster Machart. Schließlich ist etwas „nur“ soviel Wert, wie viel jemand bereit ist zu zahlen. Hat sich der Kunstmarkt darüber aufgeregt, wie lasziv die Galeristin ihren Champus süffelte? Wie sich über Kunst nicht streiten lässt, so lässt sich auch nicht über den Vertriebsweg streiten.
eBay ist sicherlich nicht gut. Doch das Beste, was es momentan auf dem Markt gibt.
  E-Mail http://www.gaybed.de


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2 G.G.
02.12.03 09:51
hallo. ich bin also die erste, die dazu was zu sagen hat. naja, eigentlich ist ja auch schon alles gesagt. ich bin zwar kein "marketing-mensch", aber die kunstauktionen schaue ich mir gerne an und habe auch einmal ein bild ersteigert! hängt jetzt im schlafzimmer und sieht super aus!
ob die künstlerin daran was verdient hat weiß ich nicht. ich habe etwas mehr als 100 euro bezahlt, mit versand. fast hätte ich mir im möbelhaus ein gemälde mit keilrahmen gekauft, das sah zwar echt aus, war aber nur auf so eine art leinwand-papier gedruckt. das sollte 79 euro kosten. mein freund hat mir den tipp mit ebay gegeben.
kann ich echt weiterempfehlen.
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1 Wolfgang Manz
30.11.03 23:57
Das Schwarze Brett ist aufgehängt, herzlich willkommen!
Ich freue mich über Ihre Beiträge.
  E-Mail http://www.zweimaleins.net/art-goes-ebay/


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