Reaktionenen auf meinen Standpunkt zum Thema »Zeitgenössische Kunst bei ebay«



87 Einträge
57 der TOM
23.12.03 17:28
Hallo an alle - und erst mal meinen Respekt an Wolfgang für die tolle Idee dieses Board ins Leben zu rufen.
Ich gehöre auch zu denen, die u.a. über ebay ihre Bilder versteigern und wollte mich mal zu den Preisen äußern.
Was ich absolut zum Schreien finde, sind die Leute, die ihre (Mach)-Werke zum Sofortkaufpreis von 79 Euro einstellen - sowas sollte man mit Boykott belegen. Das ist genau das was den ebay-markt kaputt macht und den Malern ein Schmuddelimage beschert. Bei diesen Preisen ist doch klar, daß erstens kein nennenswerter Gewinn gemacht wird und damit die eigentlich in einem Bild steckende Arbeit nichts mehr wert sein kann, dann ist es kein Wunder wenn die Preise immer mehr verfallen und aufwendig gemachte Bilder vom Markt verschwinden. Ich selbst stelle meine Bilder auch nicht bei 1 Euro ein - möglicherweise hält daß die Schnäppchenjäger vom Bieten ab - aber was soll's - ich habe keine Lust unter Materialpreis zu verkaufen und finde das ehrlicher als bei 1 Euro einzustellen und dann selbst die Gebote hoch zu puschen.
Sicher sind die letztlich erzielbaren Preise bei ebay nicht mit denen aus den Galerien zu vergleichen - auf der anderen Seite glaube ich kaum, daß bei einem Wegfall von ebay sooo viele Bilder ihren Besitzer wechseln würden - wer kann sich schon die Galeriepreise leisten (oder wer will es sich leisten können) - insoweit eröffnet das relativ niedrige Preisniveau auch Wege zu ganz neuen Käuferschichten, bringt viel mehr Leute dazu, sich FÜR Kunst zu interessieren - mal ehrlich - 95 % aller Leute waren noch nie in einer Galerie - wenn diese über ebay Interesse an Kunst oder was sie dafür halten bekommen - dann kann das für alle nur gut sein
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Der Meinungsaustausch soll auch nach Ablauf der ebay-"Auktion" fortgesetzt werden.

56 silky
23.12.03 12:48
Liebe Ani,

jeder Künstler, jede Künstlerin bekommt Schwierigkeiten mit seiner/ihrer Galerie, wenn er seine/ sie ihre Bilder bei ebay "verhökern" will.

Wenn der Kunstmarkt bei Ebay hochklassig wäre, wäre das vielleicht auch anders. Aber so hat er nun mal den Flohmarkt-Geruch. Und den der Leinwand-Laienspielschar.

Zum Spaß:
klar ist es viel cooler, sich bei einer Auktion gegen viele Mitbewerber durchzusetzen... als lediglich ein Anfangsgebot von 300 Euro als Einziger bezahlen zu wollen und somit als Käufer konkurrenzlos zu bleiben...

...und auch ich habe es schon erlebt, daß ein Galerist ein Bild für 95 Euro nicht los wurde, beim nächsten Mal bei 1 Euro anfing und das Bild dann aber für 220 Euro weg ging.

Es ist mal so und mal so, und deshalb haben es die Künstler, Galeristen auch recht schwer.

Nochmal zum Ruf von ebay in Sachen Kunst: der ist miserabel.

Wenn ich niemanden sage, wo meine Bilder her sind, dann sind alle begeistert, sage ich, sie sind von Ebay... sind sie gleich unten durch

So, auch ich wünsche allen hier wunderschöne Feiertage und einen fröhlichen Rutsch und alls Gute,

verreise nämlich heute abend.
Ciao!
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55 Ani
23.12.03 06:38
Schönen guten Morgen Wolfgang, Silky und die vielen anderen,
die hier lesen, aber nichts dazu sagen ,

ein paar Worte zu "ebay-Käufer -Philosophie".
Man kann natürlich Werke ab 250 und mehr einstellen, ich habe immer 1-2 Werke mit hohem Anfangspreis dabei. Letzte Woche habe ich 2 solche verkauft.
Glücksache!
Meist endet aber ohne Gebot!
Naja, nichts ungewöhnliches. Nach einiger Zeit stelle ich dieses Bild ab 1 EUR ein und plötzlich ist es sehr begehrt, ich würde sagen - 50 % von diesen Bildern steigen höher als ich wollte. Paradox, nicht wahr?!
Es ist das Denken, und zwar - ein Bild ab 1 Euro ist attraktiver, ein Bild mit über 15 Gebote ist attraktiver und am Ende der Aktion sicherlich auch ein wenig Stolz: ich hab's geschafft, ich bin schneller, ich biete mehr!
Ich habe bewusst geschrieben - ab 250 EUR, weniger würde ich nicht machen, denn 120 scheint für manchen ebay-Käufer auch zu viel, weil doch so viele Bilder ab 1 EUR zu haben sind! Und für manchen wiederum zu wenig, nach dem Motto : was nichts kostet, ist auch nichts!
Wenn schon Festpreis, dann bitte ordentlich - 250, 300, 350 und auch mehr.
Wenn der richtige Käufer kommt, kauft es!

Zu Privatauktionen - ich "verstecke" seit einigen Wochen meine Bieter (wenn ich es nicht vergesse! )
Meine Stammkunden, wenn ich so sagen darf, haben mir berichtet (und das mehrmals!), dass einige ebay- Maler schreiben meine Bieter und bieten eigene Werke an.
Naja, schön und gut, Konkurrenzkampf eben, aber schlimm finde ich, wenn einer meine Arbeit nachmalen möchte! Für weniger Geld u.s.w.
Natürlich werden dann die Bilder "ausgefischt", die momentan bei 200 und mehr EUR stehen. Das ist ja beinahe kriminell, was Copyright bedeutet, muss ich doch keinem erklären!
So verstecke ich jetzt meine Bieter, auch wenn manche dann gleich denken, dass dies was mit "hochpuschen" zu tun hat.

Wenn ich ein Käufer wäre : ich würde nie da kaufen, wo mehr als 10 Bilder Woche für Woche angeboten wird! Ausnahmen dürfen sein, ich hatte mal selbst 15 Auktionen laufen. Nach einer Vernissage! Musste mir Platz schaffen! (aber meist ist das eine Massenproduktion!)
Wenn einer mit Galeriepreisen von mehreren Tausend Euros prahlt (denn die meisten haben diese Galerien nur von außen gesehen! <fg>),
Wenn einer gleich mit dem Anwalt droht, falls der Käufer abspringt (ist mir gleich unsympathisch! Wir verkaufen schließlich hier keine selbst gestrickte Socken! ),
wenn einer Vita anbietet, die von vorne bis hinten mit leerem "Gelabere" vollgestopft ist. Diese Vita's kann man eigentlich jedem Künstler zuordnen, total lächerlich!
Meinerseits biete ich gar keine, der Käufer nach Auktionsende bekommt dann eine.
Ich hatte mal Ärger mit einer meinen wenigen Galerien, die meine Bilder bei ebay entdeckt haben. Keiner möchte einen ebay-Künstler vermarkten!!!
Und ich gestehe - ich erzähle auch nicht allen und jedem, dass ich die meisten Bilder bei ebay verkaufe.

Zu der Kunst selbst möchte ich hier lieber gar nichts sagen, fällt mir sehr schwer, da ich selbst Bilder anbiete. Ich habe (aus meiner Sicht!) gute und schlechte Bilder, was für wen Kunst ist, sollte jeder für sich entscheiden!

Liebe Grüße, gesegnetes Weihnachtsfest und glückliches neues Jahr!
Ani
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54 silky
22.12.03 19:58
Bin sehr mit Wolfgangs Vorschlag einverstanden: gute Bilder sollten adäquate Anfangspreise haben !!

Denn: wenn keiner sagt "das hier ist etwas wert!!", dann merken es zu wenige.. leider!

Habe mich heute mit einer Kunstrestauratorin unterhalten, die jetzt eine eigene Galerie eröffnet hat.

Da kommen eben auch Kunden (die, so würde ich das deuten, keinerlei Selbstsicherheit haben in Sachen Kunst),
diese Kunden, so erzählt die Galeristin, finden die Bilder in der Galerie wunderbar, klasse, sind begeistert (Berliner Künstler, Schwerpunkt 50er Jahre, vielfach ausgezeichnet, aber relativ unbekannt dennoch) und sagen dann aber: "ach, wir kaufen doch lieber Paula Modersohn-Becker".
*würg*

Der Gag dabei ? Die Restauratorin hat schon viele Bilder von PMB in den Händen gehabt und weiß, wie schlecht die - malerisch, technisch - oftmals sind... aber : es ist ein bekannter Name ...

Was tun gegen so viel Borniertheit? Mir fällt nix ein...
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53 Wolfgang
22.12.03 15:14
An Ani: Danke für deinen Beitrag. Habe mir die dort genannte Website angeschaut (leider ohne Impressum - wer steckt dahinter?) und muss sagen: gut geschrieben, gute Aktion. Dass sie - wie du sagst - nichts gebracht hat unterstreicht leider meine pessimistische Vorhersage: "Das klappt nie!"

An Silky: Wo du Recht hast, hast du Recht. Das Kernproblem ist in der Tat nicht die hohe ebay-Gebühr für "Top-Kategorie", sondern das beschämende Preisniveau in den Kunst-Kategorien. Das liegt m. E. daran, dass wir es hier mit einem Verkäufermarkt zu tun haben (Begriff aus dem Business-Bereich). Will sagen: Mehr Anbieter als Kunden = schlechte Preise. Wo kommen die vielen Künstler denn auf einmal her? Zu einem kleinen Teil sind es solche, die bisher mehr schlecht als recht in Galerien und Sparkassenfoyers ausgestellt haben. Zum weitaus größeren Teil sind es aufgeweckte Zeitgenossen, die mit bestenfalls dekorativen Bildern einen schnellen Euro verdienen wollen, Bilder, bei denen die Farben ungemischt direkt aus der Tube irgendwie auf die Leinwand verteilt werden. Nach dem Motto "abstrakte Kunst entzieht sich jeder Kritik". So viel von mir zur Was-ist-Kunst-Diskussion. ++ Stopp ++ Das Dumme ist, dass gerade diese "Gemälde" oft die besten Preise erzielen. Wirklich gute Kunstwerke bleiben in der Regel unentdeckt und der Künstler arm, legt er doch manchmal noch Geld drauf.

Was kann man angesichts dieser geballten Kunstignoranz machen? Man kann von der Verkäufer- auf die Käuferseite wechseln und für fast geschenkt tolle Bilder bei ebay einkaufen. Könnte neben dem Kunstgenuss auch eine gute Geldanlage sein. Silky, sagtest du nicht, dass du schon an die 20 gekauft hast?
Wer lieber weiter malen will, der könnte die Online-Plattform wechseln, irgendetwas Neues auf die Beine stellen oder - einfacher - eine bereits bestehende Online-Galerie beschicken. Beim Surfen im Internet stoße ich immer wieder auf solche Baustellen und Ruinen. ebay hat offensichtlich allen das Wasser abgegraben.
Noch ein dritter Vorschlag: Wie wäre es denn, wenn die Künstler - nicht die Anstreicher - sich mal über den Zwang hinwegsetzen, ihre Bilder mit Startpreis 1 Euro in die Auktion zu schicken? Und statt dessen ganz selbstbewusst mit z. B. 150 Euro an den Start gehen! Einige wenige tun das bereits - Brigitte Cologny fällt mir da spontan ein. Ich weiß, ich weiß, an anderer Stelle hier am Brett habe ich selbst darauf hingewiesen, dass solche Auktionen in der Regel gar nicht erst anspringen. Aber vielleicht kann man die Kundschaft erziehen, indem man mit dem Startpreis signalisiert: "Das ist echt gut, das gebe ich unter diesem Preis nicht her! Wenns euch zu teuer ist, dann kauft doch Deko".

Hängt doch dazu mal Kommentare ans Schwarze Brett.

Ich wünsche allen, die sich hier zu Wort gemeldet haben oder nur die Diskussion verfolgen schöne Feiertage. Macht, dass es noch eine zeitlang weitergeht am Schwarzen Brett - die 100 schaffen wir bestimmt!
Wolfgang
  E-Mail http://art-goes-ebay/zweimaleins.net/


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52 Silky
22.12.03 11:50
Diskussionen bringen nur Spaß, wenn nicht alle ins selbe Horn trompeten, oder?

O.k., dann will ich gern folgendes los werden:

In einer "richtigen" sprich: begehbaren Galerie bekommt man m.E. die kleinste Arbeit (30 x 30) nicht unter 750 Euro.
Davon bekommt der Galerist meist zwischen 40 und 60%. Der bezahlt davon die Miete, seine Mitarbeiter, evtl. auch einen Katalog (viele Künstler würden ihre Bilder einem Galeristen auch für 80% geben, wenn es dafür von ihren Werken einen Katalog gäbe).
Dazu kommen die Kosten für die Ausstellungseröffnung - bitte jetzt nicht die Nase rümpfen, weil es bei so einem Event nette Getränke und vielleicht auch schöne Menschen gibt...

Wenn man das Ganze jetzt auf EBAY überträgt:
dort vermarktet entweder der Künstler seine Bilder selber oder ein Galerist macht dies für ihn. In beiden Fällen fallen Kosten wie Miete, Aufhängung, Bewirtung, Mitarbeitergehälter, Druckkosten etc. nicht an.
Die Kosten, die entstehen sind lediglich die ebay-Gebühren, darunter auch ggf. die TOP-Kategoriegebühr von 17,50 Euro.

Wenn ein Bild in einer Galerie 1000 Euro wert ist, der Künstler davon, sagen wir mal im schlechtesten Fall, 400 Euro bekommt, dann könnte er das Bild bei Ebay für 420 Euro anbieten und er hätte denselben Gewinn gemacht (alledings keinen Imagegewinn, keine Presse, würde nicht in der Öffentlichkeit wahr genommen!!).

Aber halten wir fest: die Top-Gebühr sollte in diesem Fall eigentlich kein so großes Problem sein, oder?

Der Haken bei der Geschichte: wer kauft bei EBAY Bilder für diesen Preis?

"Kunstkenner" oder sagen wir lieber Kunstliebhaber mögen sich vielleicht nicht durch die unzähligen billigen Schmier-Spritz-Gekritzel-Bilder klicken wollen...

Abgesehen davon kann man sich online ja wirklich nur höchst schlecht davon überzeugen, ob Farbe und Leinwand von guter Qualität sind, ob das Bild perfekt aufgezogen ist oder ob die dünne Leinwand im Luftzug wedelt, sobald ein Fenster geöffnet wird..

Und: man erfährt auch nicht seine körperliche Reaktion auf das Bild . Bilderkauf ist ja nicht nur Kopfsache.

DAS PROBLEM AN SICH IST ALSO NICHT DIE TOP-GEBÜHR, SONDERN DER MANGEL AN GUTEN BILDERN UND GUTEN KÄUFERN.
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51 Ani
22.12.03 10:59
Hallo Wolfgang und alle anderen!
ich lese hier von anfang an, schreiben bis jetzt wollte ich nicht, da es mir höchstwahrscheinlich danach nicht so gut gehen würde (seelisch bis körperlich).
Zu dem TOPkategorie-Boikot möchte ich jedoch was sagen. Und zwar - so etwas hatten wir schon mal,
siehe die Seite : http://www.passepartout.de/ebaykosten.htm
HAT NIX GEBRACHT!
Ich vermute wird auch nichts bringen, es sei, einer kann das etwas besser organisieren.
Ich würde trotzdem mitmachen, denn ebay gebühren in höhe von 700,00 UR bis 1000,00 EUR sind mir alle male zu viel!
Liebe Grüße - Ani

P.S. Silky - Julian Schnabel!!!! ich bekomme jetzt noch eine gänsehaut!
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50 Wolfgang
21.12.03 23:46
Entschuldige, mave, habe in meiner Funktion als Initiator und Moderator dieses Forums deinen letzten Beitrag bezüglich Beschwerdestelle wegen Steuern gelöscht, passt wirklich nicht an dieses Brett.

Aber dass du noch einmal auf meinen versteckten Aufruf zur Solidarität der Künstler und Geleristen eingegangen bist, finde ich gut! Die Diskussion über "Was ist Kunst und wer ist ein Künstler" war zuletzt doch etwas fruchtlos.
Lasst mich den von dir erneut angesprochenen Handlungsansatz an dieser Stelle konkretisieren:

Eins schicke ich voraus: Ich bin nach wie vor der Meinung, das klappt nie! Trotzdem habe ich darüber nachgedacht, wie so ein "Top-Boykott" denn zumindest theoretisch klappen könnte. Mir fiel dazu Folgendes ein:

Zuerst einmal müßte man alle Top-Kategorie-Künstler und -Galeristen dazu auffordern, ihre eMail Adresse bekannt zu geben, um sie in eine Datenbank aufzunehmen. Das kann bei vielen nur über den Button "Frage an den Verkäufer" geschehen. Dann verschickt man einen Newsletter mit einem Online-Formular (das Gute ist ja, dass alle bei ebay mit dem Internet umgehen können), in dem verbindlich zu erklären ist, dass man in einem festgesetzten Zeitraum (zum Beispiel zwischen dem 11. und 24. Januar beim Einstellen der Bilder auf die Top-Kategorie verzichten wird, unter der Voraussetzung, dass 80 Prozent aller dazu aufgeforderten sich ebenfalls dazu bereit erklären. Die Auswertung der Rückläufe sollte dann in Echtzeit online verfolgt werden können. Man sollte auch sehen, wer mitmacht (damit man sieht, wer nicht mitmacht!).

Wenn bloß wenige die Erklärung zurückmailen, dann behalte ich Recht und "das klappt nie". Wenn tatsächlich 8 von 10 die Erklärung unterschreiben, dann teilt man das allen in einem Folge-Newsletter mit und gibt quasi den Startschuss für die (Boykott-)Aktion. Wenn sich alle an das halten, was sie versprochen haben, wird es in den 2 Wochen dann nur wenige Top-Kategorie-Bilder geben.

Risiken, die ich sehe:
1. Das Ganze ist mit erheblicher Arbeit verbunden. Das könnte ich nicht alleine anschieben.
2. Viele werden auf die "Frage an den Verkäufer" nicht reagieren und ihre eMail nicht preisgeben. Oder ...
3. ... ebay könnte die Anfragen rausfiltern, denn ganz sicher bekommt ebay das mit.
4. Viele werden die Erklärung NICHT zurückmailen, sei es, weil sie auf die Top-Präsentation unter keinen Umständen verzichten wollen oder einfach aus Schusseligkeit. Folglich ...
5. ... werden die 80 Prozent nicht erreicht werden und die Aktion fällt in sich zusammen. Weniger als 80 Prozent anzusetzen halte ich für nicht sinnvoll.

Chancen, die ich sehe:
1. Die Aktion macht mächtig Wirbel. das kann man auch fördern, zum Beispiel durch einen Artikel auf den wortfilter.de-Seiten. Axel Gronen, der www.wortfilter.de betreibt (wer diese geniale Homepage nicht kennt: unbedingt hinsurfen!), hatte auch meinen Artikel 1:1 in seine News übernommen - vielen Dank an dieser Stelle, Axel! Vielleicht berichtet auch die Presse darüber - ebay-Themen sind immer sehr beliebt.
2. Die Anbieter können Ihre Solidarität zeigen. Wer nicht mitmacht outet sich.
3. Die Aktion lockt neue Besucher in die Kunst-Kategorien, die sich bisher nicht dorthin geklickt haben.
4. Der (vorerst zeitlich begrenzte) Top-Boykott könnte tatsächlich stattfinden und Signalwirkung haben. Worauf ...
5. ... ebay mit einer Gebührensenkung für die Top-Kategorie reagiert (wer das glaubt ...)

Mich würde interessieren, wie die Leute hier im Forum über diese Vision denken.
  E-Mail http://art-goes-ebay/zweimaleins.net/


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49 silky
21.12.03 12:34
Andere Frage... die vielleicht eine Antwort gibt:

.. warum weigern wir Deutsche uns nicht allesamt, dermaßen viel Steuern zu zahlen...

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48 mave
21.12.03 09:52
Hallöchen,
hab über Menschkunst dieses schwarze Brett gefunden und verfolge mit Interesse die Beiträge.
Auf den Eintrag Nr. 7 von Wolfgang Manz möchte ich mal besonders hinweisen und den Satz hier einkopieren:
Wichtig auch der Punkt mit den hohen Gebühren für "Top-Kategorie" und "Top-Galerie". In keiner anderen Kategorie ist das so ausgeprägt wie im Kunstbereich: Da fangen die "normalen" Auktionen tatsächlich manchmal erst auf der Seite 30 an! Dort kuckt aber kein Schwein. Also kann der Künstler eigentlich gar nicht anders als die Kohle für diese Hervorhebung an ebay abzudrücken. Die ebay-Künstler müssten da mal zusammenstehen und sich gemeinsam bereit erklären, darauf zu verzichten. Wenn alle mitmachen würden hätte keiner einen Nachteil. Aber alle würden viel Geld sparen!
Aber wetten: das klappt nie!!!

Hier würde ich mich zum Beispiel daran beteiligen.............

Ich frage mich nur, warum nicht mehrere Künstler auf das Posting von Herrn Manz eingegangen sind???????

Wäre doch ganz gut, an dieser Stelle nochmals anzuknüpfen und sich darüber Gedanken zu machen.
mave
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