Hallo Gerfried,
vielen Dank für Ihre authentische, ehrliche und inhaltsstarke Webseite.
Mit unseren Mäusen hier war ich bisher nicht fertiggeworden und habe in unserem Gemüsegarten nur noch Sorten anbauen wollen, die von ihnen verschmäht werden. Außer Zucchini und Bohnen blieb aber nicht mehr viel übrig. Gift hatte ich davor einen Sommer lang probiert und es hatte mir auch zeitweise Ruhe verschafft, aber nie lange genug, um das schlechte Gefühl bei der Anwendung von Gift aufzuwiegen. Ich habe den Rest des Giftes im Schadstoffmobil entsorgt, denn ich wollte meinen kleinen Sohn auch weiterhin in den Garten gehen lassen können.
Da der Gemüsegarten so aber keinen Spaß mehr machte, habe ich dieses Frühjahr ernsthaft erwogen, aufzugeben und alles zu einer Liegewiese zu planieren (die ich gar nicht will oder brauche), nur um keinen Frust mehr zu haben. Aber so ganz bereit zum Aufgeben war ich wohl doch noch nicht (wäre auch traurig) und nachdem ich über Wikipedia auf Ihre Seite gestossen bin, habe ich überhaupt keinen Gedanken mehr ans Aufgeben verschwendet.
Selbst wenn ich es nicht alleine schaffen sollte, der Mäuse Herr zu werden, weiß ich jetzt, dass es Menschen gibt, die das ohne Gift bewältigen können und würde sie hier in der Umgebung suchen. Und wenn ich hier niemanden finde, mache ich Urlaub in Vorarlberg, bis ich an einem Wochenende bei Ihnen lernen kann - aber der Gemüsegarten bleibt! Vielen Dank von Herzen dafür, dass Sie sich die Mühe machen, Ihr Wissen weiterzugeben und anderen zu helfen.
Seit 3 Tagen stelle ich die TopCat Falle auf, aber ich habe noch viel zu lernen. Leider habe ich 2 Maulwürfe gefangen, was bei einem Grundstück von 1300 m2 wohl auf ein familiengründendes Paar hindeutet. Das wollte ich wirklich nicht, denn ich habe keinen Englischen Rasen, das bisschen Erde von den Maulwürfen käme aufs Beet und den Rest ebnet mein 4jähriger Sohn beim 'Gärtnern helfen' sowieso schnell ein. Ich habe aber auch nirgendwo Hügel gesehen, sondern die Gänge mit dem Suchstock gefunden, auf Maulwürfe wäre ich nie gekommen...
Nun habe ich mich noch ein bisschen schlauer gemacht und hoffe, demnächst Wühlmaus- von Maulwurfbauten und -hügeln unterscheiden zu können und keine Maulwürfe mehr zu erwischen, die ich - genau wie Igel - eigentlich hier haben möchte. Bitte drücken Sie mir die Daumen, dass mein nächster Fang eine Maus ist. Mein Pflaumenbaum ist auch dankbar, wenn er wegen Wurzelfrass keine Angsttriebe mehr bilden muss.
Interessant finde ich auch Ihre Anmerkung, dass gerade Frauen schnell Feuer und Flamme beim Fallenstellen sind. Ich kann es nämlich kaum erwarten, meine erste Maus zu erwischen. Das hätte ich vorher aber niemals glauben können.
Übrigens finde ich, dass sie wenig schlechtes Feedback erhalten. Im Gästebuch sind sehr wenige Beiträge ohne Inhalt zu finden, und überwiegend sind die Reaktionen der Menschen positiv. Bei Ihnen haben ja sogar die meisten negativen Beiträge ein Anliegen. Das spiegelt wohl wider, dass auch Sie ein echtes Anliegen haben. Ich habe bisher kaum Gästebücher gesehen, die soviel Substanz wie Ihres enthielten (und ich habe mir von Berufs wegen einige ansehen müssen). Schön auch, dass Sie auf die Beiträge so intensiv eingehen können. Die Wenigen, die Ihrer Seite und Ihren Tätigkeiten gegenüber negeativ eingestellt sind, gibt es eben. Wie wunderbar, dass Sie sich auch hier der Realität stellen und diese Beiträge nicht löschen, so ist Ihre Webseite wirklich authentisch. Mir sagt das, dass Sie sich Ihrer Sache sicher sind. Ich bin immer wieder froh, auf gerade Menschen zu stossen wie Sie einer sind.
Liebe Grüße aus dem Westerwald
Marion ----------------
Kommentar:
Hallo Marion
Danke für die netten Worte. Ja, sie freuen mich sehr.
Aufgeben ist immer schlecht, denn man gibt eine lösbare Aufgabe auf. Man sollte nicht voreilig „Kapitulieren“, sondern zuvor nach einer Lösung suchen. Man muss sich also zuerst schlau machen. (Wie du bereits geschrieben)
Das geht auch mir manchmal so und ich weiß wie es ist, wenn man glaubt aufgeben zu müssen.
Ich werde Morgen zum Beispiel eine historische Falle testen und gebe ehrlich zu, dass ich den für mich recht schwierigen Text zu den Bildern sicher an die 20x durchgelesen habe, bis ich alles verstand. Ich benötigte hierfür eine absolute Ruhe, was im Normalfall nicht nötig ist. Plötzlich hatte ich das Gefühl, als ob der damalige Fallensteller von 1907 in mich kehrte und es wurde alles klar und verständlich. Ich habe mir also diese einfachen Hilfsmittel aus Stauden zusammengestellt und ich fand bei der Suche diese Dinge auf Anhieb. Ich bin also fest überzeugt, dass es klappen wird. Vielleicht nicht so gut wie beim alten Feldmauser, aber seine geschriebenen Worte werden mich hierbei führen.
Nun aber zu deinem Gartenproblem. Das als erstes Maulwürfe starben ist nicht deine Schuld. Du weißt, jede „Schlacht“ fordert seine Opfer. Der Maulwurf ist zwar geschützt, jedoch in einem Garten nicht unbedingt von Vorteil. Er ist zum Teil der Wegebereiter der großen Wühlmaus. Das ist einfach so und wenn auch die Tierschützer deswegen „Kopf„ stehen, es wird nichts an dieser Tatsache ändern.
Die TopCat Falle ist ein sehr gutes Gerät. Frau Meißnitzer und Frau Glaunigner aus Österreich fangen nur mit dieser Falle ihre Mäuse im Garten. Ich habe Frau Meißnitzer für besonders gute Fangerfolge letztes Jahr sogar eine bronzene Medaille anfertigen lassen und zugesendet. Es war damals ihr 200terster Mäusefangerfolg. Diese Damen arbeiten ohne Gift und solch gute Erfolge müssen einfach anerkannt werden.
Marion. Ich denke, dass es eine gewisse Zeit dauern wird, bis der Mäusefang wie am Schnürchen laufen wird. Aber mit jeder Niederlage wird man klüger und selber Erlebtes kann einem niemand mehr nehmen, denn man lernt hierbei ständig dazu. Man wird sozusagen ein „Ausgefuxter“. (Österreichischer Spruch)
Sollte es aber wirklich nicht klappen, was ich natürlich nicht hoffe, dann steht natürlich immer noch der Weg zu mir offen. Meine E-Mail ist ja angeführt.
Also ich finde es echt gut, dass du deinen Sohn im Garten mithelfen lässt. Er soll die Natur erleben dürfen und wird dieses Gefühl der Freiheit hernach sein ganzes Leben lang im Herzen tragen. Daran ändern auch die späteren „Flegeljahre“ nichts. Hi – alles mitgemacht.
Es ist wirklich um jeden jungen Menschen schade, welcher seine Freizeit am PC „verplempert“, nur das seine Eltern ihre Ruhe haben.
Nun aber genug der Worte.
Recht herzliche Grüße sendet Gerfried ins schöne Deutschland
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