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258 Katharina
22.10.12 16:30
Wir haben vor einer Woche festgestellt, dass wir Mäuse in der Garage haben und ein kleines Loch in der Zwischenwand zum Haus gefunden. Da lag ein wenig Mäusekot.
Leider haben wir nicht direkt reagiert, sondern ein paar Tage gewartet: bei uns sind es wohl Feldmäuse und die sich nicht so schlimm… und es ist ja auch nur ein bisschen Kot, das wird eine kleine Maus sein.
Aber ich habe doch alles gesucht und gelesen, was ich finden konnte.


3 Tage später, da haben wir es auch schon in der Wand kratzen gehört und am nächsten Morgen sass die Maus in der Küche, auf der Arbeitsplatte. Beim Versuch sie zu fangen ist sie entwischt, in den Abstellraum und dort in ein Loch wo die Heizungsrohre aus dem Boden kommen.

Also:

- Garage leergeräumt, vor allem alle Kartonkisten raus und geöffnet > da kamen die ersten Mäuse raus und in der letzten Kiste war das Nest mit 10 Mäusen und die sind alle davongelaufen. Sie haben Plüschtiere, Schuhe, Plastiktüten, Styroporplatten, Kartons, … zernagt, zerrupft, in ihrem eigenen Pipi und Kaka gelebt - widerlich. Um zu verhindern, dass sie reinlaufen oder sich verstecken, haben wir ihnen mit einem 40 cm hohen Brett den Weg barrikadiert. Auch wen sie gut klettern, im Stress nehmen sie den freien Weg.

Blieb also die Frage, welche und wieviele noch in der Wand leben…

- In unserem Abstellraum haben wir das Loch gefunden in das die Maus aus der Küche verschwunden war. Also haben wir das Räumchen gesäubert, den Boden freigeräumt, Fallen aufgestellt > die Maus, die noch in der Wand gelebt hat, konnte also nur durch die Wand und das Loch in der Garage raus.

- In der Garage habe ich eine Lebendfalle direkt vor das Loch gestellt, so dass sie quasi rein musste > dann weiss ich wenigstens, dass ich sie habe :-)

- wir haben in der Garage und im Haus alles gesäubert und desinfiziert, Lebensmittel in Plastikbehälter verschlossen, so dass keine Alternativnahrung mehr zu finden war

- dann haben wir Fallen aufgestellt:
Schnappfallen mit allem möglichen drin (da sagt eh jeder was anderes): die Falle muss mit der Essensseite zur Wand in den Laufweg gestellt werden
Und eine alternative Lebendfalle: Eine Plastikflasche aufschneiden, den Köder unten auf den Boden und eine Zugangshilfe für die Maus. Ist sie in der Flasche, kommt sie nicht mehr raus (geht auch mit einem hohen Eimer)

- Alle Öffnungen und kleinste Löcher haben wir mit Stahlwolle gestopft

- Im Haus haben wir ein Ultraschallgerät angeschlossen > keine Ahnung ob das was hilft, aber es beruhigt das Gewissen

- auf der Treppe zu den Schlafzimmern haben wir Wattebäusche mit Eukalyptus verteilt > Es heisst, das mögen Mäuse nicht riechen und ich bilde mir ein, dann laufen sie nicht die Treppe hoch


In der Nacht habe ich die Maus im Abstellraum gehört, aber da sie dort nichts gefunden hat, ist sie wohl geradeaus in die Garage gelaufen und da sass sie dann in der Falle.

Seitdem, also 1 Nacht, ist Ruhe, und das in 24 Stunden.


Jetzt machen wir das Haus winterfest (Mäuse suchen im Oktober das Warme):

- Alle mit Stahlwolle gefüllten Löcher werden verputzt
- Das Garagentor hermetisch abgeschlossen
- die Fallen nochmal strategisch aufgestellt
- alle potentiellen Esswaren, Kleider, Schuhe etc in Aufbewahrungsboxen verschlossen
- ich versuche auch mit Eukalyptus sie fernzuhalten > das hilft vielleicht nicht wirklich, schadet aber nicht und riecht gut
Dann werden wir noch einen Holunderbeerstrauch pflanzen, aus den Blättern den Saft ziehen und ums Haus verteilen > es heisst, das mögen sie auch nicht

Katzen wirken natürlich gut, der Geruch schreckt die Mäuse ab, aber eben auch nicht immer, und dann muss die Katze sie auch noch jagen wollen ….

Wir haben dieses Wochenende eine Mäuseinvasion abgewehrt;

Dabei waren die wichtigsten Regeln:
- Die Tiere nicht zu unterschätzen > die vermehren sich potenzial in rauen Mengen, wo eine ist, sind oft ganz viele; sie sind widerlich dreckig und tragen alle möglichen Erreger mit sich (Handschuhe tragen !!); sie sind intelligent und haben ihr Codesystem

- man muss sie stressen und ihnen den Lebensraum ungemütlich machen: starke Gerüche wie Eukalyptus, putzen, desinfizieren, Krümmel und Staub wegschaffen, ihre Verstecke wegräumen, potentielle Nestplätze wegräumen, den Boden freiräumen, den Zugang zur Nahrung versperren, Ultraschallgerät aufstellen (geht nicht durch Wände), es heisst, sie mögen keinen Durchzug, mit Stahlwolle die Löcher zumachen und Alternativnahrung wegschaffen, sonst geht keine Maus an eine Falle dran

Ich weiss nicht , die Giftfallen wirken, die Maus darf keine andere Nahrung finden, damit sie da dran geht und dann weiss man nicht, ob die sich geruchlos zersetzen oder eben doch alles zustinken. Wir haben die Giftfallen zum Schluss ausgelegt, wenn alle Löcher zu sind und keine Maus in der Wand vergammeln kann.

Ich hoffe, wir sind alle los, aber ich weiss, dass es jetzt kalt wird und dann der Ansturm grösser wird.

Vielleicht kann unsere Erfahrung ja hilfreich sein.
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Kommentar:
Hallo Katharina

Wirklich ein toller und spannender Bericht. Gefällt mir sehr gut. Echt 1A-Klasse.

Eines kann ich mir aber nicht vorstellen. Wie meinst du das mit der Plastikflasche. Könntest du mir eventuell ein Bild auf meine Mail senden damit ich sehen kann, wie das mit der Aufstiegshilfe gemeint ist.

Gruß und Dank
Gerfried

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257 dilka
18.10.12 09:59
Hallo, wir haben es in unserer Garage mit einem anscheinend unsichtbarem Tier zu tun. Das Tier lässt sich einfach nicht fangen. Es frisst aus Lebend- und Rattenschnappfalle alles weg, aber die Fälle wird nicht ausgelöst. Was für ein Tier kann das sein und wie werden wir dass endlich los? Wir haben auch Angst, dass die Tiere irgendwann in unsere Haus übersiedeln. Worauf muss man achten, dass es soweit nicht kommt? Danke für diese Seite.
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Kommentar:
Hallo
Es ist schwierig nach ihrer Beschreibung das Tier zu bestimmen. In diesem Fall wäre eine Wildkamera von Vorteil. Aber es gibt trotzdem einige Möglichkeiten herauszufinden, ob Ratte oder Maus.
Möglichkeit 1. Nehmen sie Sägemehl und machen sie am Mauerrad einen Haufen von ca. 30cm Länge, 20cm Breite und 7cm Höhe. Schütten sie auf dem obersten Punkt direkt zur Mauer eine handvoll Maiskörner. Legen sie auch beidseitig jeweils einige Körner hin. Über Nacht wird es sich zeigen was es für ein Tier ist. Man erkennt es an der Tiefe der Fußspuren.
Möglichkeit 2. Streuen sie mit einem Sieb einen Sand auf ca. 30x30cm aus und legen sie ebenfalls wie beim ersten Beispiel Körner in die Mitte. Die Sandschicht muss nicht dick sein. An den Abdrücken erkennt man das Tier.
Möglichkeit 3. Schlagen sie einen Nagel in ein Brett und stellen sie dieses Brett verkehrt auf. Bohren sie ein Loch in ein dickes Schokoladestück und stecken sie die Schokolade über den Nagel. An den Bissspuren kann man das Tier erkennen. Man kann es hernach mit einer Schiebelehre ausmessen.
Möglichkeit 4. Nehmen sie eine Wieselwippfalle und beködern sie diese mit Schokolade oder mit einem Stück Salami oder einer Braunschweiger. Legen sie vor die Wippfalle ein dickeres Brett, damit das Tier nicht in die Falle klettern muss. Es sollte also gerade einlaufen können. Legen sie ebenfalls Köder auf das Brett und vor das Brett.
Entweder erwischen sie das Tier mit der Wippfalle, oder sie können anhand der Beispiele 1-3 die richtige Fallenwahl treffen.
Mit freundlichen Grüßen
Gerfried Jost

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256 Michael Büchel
10.09.12 00:51
Nun im zweiten Jahr ist mir diese Seite extrem guter Ratgeber. Wir haben die Rötelmaus, große Schermäuse, die Hausmaus ubd vermutlich auch Ratten (tote haben wir bereits gefunden)

Diese Tiere sind hier keine Plage, aber der Schaden ist enorm und die Intelligenz der Nager groß.

Alle bereits erlegten Tiere waren mit Parasiten übersäht.

Für mich kommen Lebendfalle nur zu Studienzwecken in Frage, ich akzeptiere diese Schädlinge nicht.

Aufs Konto der Schädlinge gehen bereits mehrere Apfelbäume, Weinstöcke, Johannisbeerem, auch Weißdorne, Vogel- und Hasenfutter, Lilien, Johanniskraut, Sellerie, Zwiebeln.

Ich habe Tests mit lebenden Wühlmäusen gemacht, sie fressen wirklich alles: Knoblauch, Ingwer, Zucker, Kartoffeln, Äpfel, Distel, Löwenzahn und und und

Und es ist Ihnen wurscht, ob es nach Mensch riecht, liegt es vor Ihrer Nase, beißen sie rein!

Diese Webseite kann nicht hoch genug geschätzt werden und sollte wirklich als guter Ratgeber ernst genommen werden!

Viele Grüße

Michael Büchel

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Kommentar:
Hallo Michael

Es ist so wie Sie es schreiben. Den Mäusen ist jeglicher menschlicher Geruch egal. Dies gilt auch für Steinmarder und Füchse, soweit sie nicht gerade im hintersten Wald hausen.

Aber wie gesagt, es gibt immer wieder "Gescheitere" und der Mensch glaubt halt lieber jeden dahererzählten Blödsinn.

Und was die Krankheiten betrifft welche die Mäuse übertragen können. Gerade gestern habe ich wieder einen Artikel über einen Todesfall durch Hantaviren gelesen.

Es grüßt Gerfried Jost

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255 Mary Koch
17.07.12 14:45
Mir gefällt die Seite sehr gut.
Herzliche Grüße
Mary

  E-Mail http://www.heizungsbauhamburg.de


254 Ralf
06.07.12 22:40
Hallo Gerfried,

vielen Dank für Deine informativen und praktischen Tipps.

Wir haben drei kleine Wiesenstücke in Streuobstwiesen renaturiert. Die Überlebens- und Anwachsrate der Bäume ist jedoch nicht sehr ermutigend. Nach unserer Analyse (unter Zuhilfenahme Deiner Infos) haben wir jede Menge Wühlmäuse (Verwühlungen; Stämmchen ohne Wurzel herausziehbar, trotz Wühlmauskorb) und Feldmäuse (Rinde an den Stämchen abgenagt).

Jetzt habe ich mit der bayrischen Drahtfalle begonnen die Wühlmäuse zu bekämpfen: Über 20 Stück konnte ich bereits nach einer Woche erlegen (1.Wiesenstück). Beim zweiten Wiesenstück, das deutlich feuchter ist, aber quasi an das erste angrenzt, haben wir viel weniger Wühlmäuse (Hast Du ähnliche Erfahrungen: Je feuchter desto weniger Wühlmäuse?). Beim dritten Wiesenstück habe ich noch nicht angefangen.

Als nächstes muß ich mich auch um die Feldmäuse kümmern. Ich glaube, dass wird noch schwieriger und aufwändiger (größere Stückzahl; mit den Fallen vor die Löcher legen)?!

Ehrlich gesagt macht es mir keinen Spass die Tiere zu erlegen, aber ich glaube es geht nicht anders. Aus meiner Sicht ist die Methode mit den Fallen die tier- und umweltgerechteste (ich sage nicht "tierfreundlichste") Vorgehensweise.

Ich bedanke mich bei Dir für die detaillierten/praxisnahen Anleitungen und Instruktionen. Ohne diese Wissen würde ein Teil unseres Projekts sicherlich scheitern.

Ob jemand dem Fang und Töten der Mäuse positiv oder negativ gegenübersteht und Deine Homepage passend oder unpassend findet:
Deine Homepage ist sehr praxisnah, mit professionellem Wissen gespickt, anschaulich und das ganze Thema umreissend. Leider sind manche Kommentare hier nicht auf ordentlichem Niveau und wenig respektvoll.

Viele Grüße aus dem Biosphärengebiet der Schwäbischen Alb nach Österreich
Ralf


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Kommentar:
Hallo Ralf

20 Wühlmäuse sind für einen noch etwas ungeübten Fänger eine sehr gute Leistung und es zeigt, dass du auf dem richtigen Weg bist um das Wühlmausproblem in den Griff zu bekommen. Ich gratuliere hierzu herzlich.

Es gibt immer unterschiedliche Fangplätze. Mitunter kann es vorkommen, dass auf einem Wiesenstück extrem viele Tiere sind und auf dem Nachbargrundstück eben fast keine. Warum es so ist weiß ich nicht. Die Feuchtigkeit glaube ich weniger, da ich schon viele Tiere aus regelrechte „Sumpflöcher“ gefangen habe. Ich fange lieber bei feuchten Böden, da die Fallen besser eingebaut werden können.

Der Feldmaus solltest du den Garaus machen, da dieses Tier in seiner Schädlichkeit gerne unterschätzt wird. Ich verfüge über zahlreiche Dokumente, welche meine Erfahrungen bestätigen.

Tiere töten sollte nicht in Spaß ausarten. Der Schritt zu Weiterem wäre dann nicht mehr weit.

Ich wünsche dir noch einen guten Fangerfolg und ich denke, dass du deine Aufgabe gut lösen wirst.

Es grüßt Gerfried Jost aus Vorarlberg

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253 Lina Khant
18.06.12 11:26
Ich möchte an dieser Stelle nicht unfreundlich rüberkommen, aber Lebendfallen sind eindeutig besser bzw. unschädlicher als Totschlagfallen, bei denen die Organe rausgequetscht werden und die Mäuse an einem qualvollem Tod sterben. Außerdem denke ich nicht,dass jemand den die Mäuse stören, seine Fallen außer Acht läßt ;)
Sie können ja mal eine Totschlagfallle an sich ausprobieren und gucken wie es auf sie wirkt, vielleicht ändern sie dadurch ihre eher fäkale Stellungnahme.
Liebe Grüße Lina
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Kommentar:
Liebe Lina

Sie haben ein gutes Herz und denken daher anders. Wissen sie, wenn alle Menschen gewissenhaft wären, so könnte man durchaus mit Lebendfallen leben. Aber was machen sie hernach mit einer gefangen Wanderratte? Frei lassen? Sie riskieren eine saftige Geldstrafe, falls es zur Anzeige kommen sollte. Fakt ist, dass der lebend gefangene Schädling hernach getötet werden muss, oder würden sie wirklich ihren Nachbarn das Problem „zuschieben“?

Tiere welche in einer Lebendfalle gefangen werden gehen in der Regel nur 1x ein, außer es handelt sich um ein dummes Tier. Selbst eine Katze geht ein 2tes Mal kaum noch in eine Kastenfalle.

Sie schreiben von raus gequetschten Organen bei den mit Schlagfallen gefangenen Tieren. Ist das nicht ein bisschen übertrieben? Bei welcher Falle haben sie den das gesehen? Ich kenne nur die von Autos überfahrenen Tiere, welche so aussahen.

Übrigens. Ich führe beim Fallenstellen den Leuten welche bei mir einen Fangkurs machen immer wieder die Schlagkraft an meinen eigenen Fingern vor. Glauben sie wirklich, dass ich mich vor einem Hieb auf die Finger fürchte? Ich fürchte nicht einmal den Schussapparat, von welchem behauptet wird, dass einem die Finger weggeschossen werden. Ich habe mich selber 3x angeschossen und weiß daher was für ein Gefühl es ist. Ich spürte jedoch keinen Schmerz. Lästig war hierbei höchstens der Verband, welcher mich bei der Arbeit störte.

Ich hoffe, dass ich nun ihr Anliegen zu ihrer Zufriedenheit beantworten konnte und verbleibe mit freundlichen Grüßen ihr Gerfried Jost

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252 Tamara
08.06.12 22:30
Hallo, wir haben mind. 1 Ratte im Komposthaufen. Jetzt habe ich diese sehr informative Seite entdeckt. Vielleicht können Sie mir noch ein paar Tipps geben:

In die Falle aus dem Gartencenter (Plastikteil) wurde der Köder (Käse) rausgefressen, teilweise hat die Falle aber nicht mal ausgelöst. Und wenn ausgelöst wurde, war keine Ratte drinnen.

Sollten wir einen anderen Köder verwenden, bzw. wo bekommt man denn diese Profi-Fallen (z. B. Topcat).

Vielen Dank für eine Antwort!

VG
Tamara
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Kommentar:
Hallo Tamara

Die TopCat Falle ist für eine größere Ratte nicht geeignet. Die Falle ist im Durchmesser zu klein und das Tier würde verprellt.

Am Besten wären die Wina Rattenfalle (erhältlich bei www.deufa.de), die Uferfalle (erhältlich bei www.fallenbau-hausmann.de) und halt die Haargreiffalle, oder eine Wippfalle für Wiesel. Die Wippfalle sollte aber im Innendurchmesser größer sein, da erwachsene Ratten nicht unbedingt wie gerne behauptet, in jedes schmale Loch schlüpfen.

Wenn nun aber schon mal eine Kunststofffalle hier ist, so würde ich sie mit Gries beködern. Siehe hierfür diesen Link aus meiner Webseite.
http://www.hausmaus.at/HausmausfalleGriesLockmittel01.htm

Die TopCat Falle bekommt man bei www.topcat.ch , aber wie gesagt, ist die Falle für Ratten nicht geeignet.

Ich wünsche noch einen schönen Tag.
Es grüßt Gerfried Jost

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251 Rolf Ott
04.06.12 15:46
Nachdem ich endlich auf diese Homepage gestoßen bin, habe ich erst mal gelernt, um welche Maus es sich bei uns im Garten Handelt - eindeutig Feldmäuse.
Ich habe dann eine Falle mit Namen Supercat gekauft, die aber den Feldmäusen recht egal war. Nach einem tiefen Griff in den Geldbeutel kommt jetzt die Topcat zum Einsatz. Es verging noch kein Tag, an dem ich nicht ein bis zwei Mäuse gefangen hätte. Als Köder verwende ich Haferflocken, die aber öfter mal sorgfältig aus der Falle rausgefressen werden. Merkwürdigerweise rennt die Maus dann aber in die köderlose Falle.
Als nächstes werde ich die Falle mit der Drahtfeder und dem Rohr nachbauen, denn ich würde gern mehrere Fallen gleichzeitig stellen.
Für die Mäuse-Homepage bedanke ich mich recht herzlich, denn ohne sie würden uns die Viecher den Garten kahl fressen.
Viele Grüße
Rolf Ott aus Schwaben

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Kommentar:
Hallo Rolf
Es ist wichtig seinen Gegner genau zu kennen, um ihn hernach gezielt zu bekämpfen. Der Spruch kommt nicht von mir, sondern von meinen ehemaligen Ausbildnern beim Militär.
Ja, man sollte vor einem Falleneinsatz das zu bekämpfende Tier kennen. Somit kann man sofort die richtige Fallenauswahl treffen.
Die Feldmaus kann man mit der TopCat sehr gut bekämpfen. Der teure Kauf lohnt sich hierbei immer, denn schlussendlich ist die Falle noch nach vielen Jahren fangtüchtig, was man von einem Plastikklumpert ja nicht unbedingt behaupten kann.
Es ist normal, dass die Tiere den Köder aus der Falle fressen und sie haben hierbei keine Eile. Sie sind ja im Inneren des Gangsystems geschützt. Ist die Falle nun aber leer gefressen, so rennen sie hernach das Gangsystem wie üblich ab und werden dabei gefangen. Ein kleines Drahtgeflecht am Auslöser kann dieses Leerfressen verhindern, da sie durch das Hindernis nicht auf die Gegenseite können und daher den Auslöser vorzeitig betätigen.
Die Kunststofffalle aus Iso – Rohr ist sehr fängisch. Es werden damit Feld, junge Wühl, erwachsene Haus und Waldmäuse gefangen. Der Kostenpunkt ist fast Null für solch ein Gerät.
Ich wünsche dir auf alle Fälle einen guten Fangerfolg.
Es grüßt Gerfried aus Vorarlberg

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250 Hermann Huber
02.06.12 21:46
Hallo!
Die Website ist wirklich ein Hammer für jeden angehenden Mauser. Bei mir sind die Schermäuse eingefallen und jetzt suche ich Abhilfe. Gemerkt hatte ich die erstmals als unsere brave Katze der Frau eine als Futter ins Bett legte :-)
In der Zwischenzeit zeigen sich aber im Hochbeet schon erste Schäden und da muß ich jetzt ran. 6 Bayrische habe ich vorerst geordert.

Beim Lesen fiel mir eine Frage auf zum Lebendfang von Mäusen, also das machen wir am einfachsten und effizientesten mit einem 1l Gurkenglas bei dem einfach eine halbe Nuß (mit der Schale nach außen) unter den Rand aufgestellt wird welche die Maus beim Fressen wegschiebt. Der Untergrund sollte halt glatt sein damit sie mit dem Glas nicht wandert.
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Kommentar:
Hallo Hermann

Hi,hi, dass mit der Maus im Bett ist schon urig. Meine Frau würde in Ohnmacht fallen.

Wühlmäuse muss man das ganze Jahr über bekämpfen. Man sollte daher ständige Kontrollen durchführen. Die Tiere können sich mitunter recht versteckt halten. Nicht alle Tiere werfen sofort erkennbare Erdhügel. Als Suchender sollte man langsam des Weges schreiten.

Nun. Mit den 6 Bayrischen kann man recht gut arbeiten. Die Fallen sollten jedoch etwas rostig sein, damit sie recht scharf gestellt werden können. Anfangs ist es etwas schwierig, aber mit der Zeit bekommt man den richtige „Dreh“ heraus.

Das mit dem Gurkenglas werde ich demnächst versuchen. Ich gehe davon aus, dass dies nur bei Haus und Waldmäusen klappen wird. Wirklich eine schlaue Idee, denn es gibt immer wieder richtig kluge und daher kaum fangbare Tiere. Vielleicht ist dies ein weiterer „Schlüssel“ zum Erfolg.

Ich wünsche nun noch einen guten Mäusefangerfolg.
Es grüßt Gerfried


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249 Mäuschen
25.05.12 10:08
Hallo an alle Mäusejäger...

Obwohl ich eher für Tierschutz als für Tiertötung bin, kann ich gebeutelte Gartenbesitzer verstehen die ihre Blumen schützen wollen, ich würde es nicht anders halten und freue mich mit dieser Seite etwas gefunden zu haben, was mir im Falle einer Mausplage (falls die ganzen Katzen der Nachbarschaft dem nicht Herr werden sollten) Hilfe bietet, vielen Dank für die ganzen Informationen!

Zur Zeit erfreue ich mich aber noch jeden Abend an einer kleinen süßen knopfäugigen Maus auf der Terrasse, die sich runtergefallene Körner aus dem Vogelhaus holt und somit die Terrasse sauber hält... :-)
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Kommentar:
Hallo "Mäuschen".

Tierschutz ist schon in Ordnung, dennoch sollte man Mäuse und Ratten möglichst in die Schranken weisen.

Eigentlich müsste ich mit dir ja schimpfen, aber da es ja in meiner eigenen Verwandtschaft auch Tierfreunde gibt, welche Vögel das ganze Jahr hinweg füttern, so lasse ich es lieber.

Ich wünsche dir daher, dass dein süßes Mäuschen ein langes Leben hat und du dich lange an seinem Anblick erfreuen kannst.

Es grüßt dich Gerfried

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248 Jean
18.04.12 20:47
Hoi Gerfried,
Noch gestern und heute habe ich dich an Kurse ins Fallenstellen erwähnt. Und morgen werde ich es wieder tun.
Ich habe von dir vieles gelernt und deine Homepage ist eine richtige Wunder-Fundgrube !
Lieber Gruss,
Jean
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Kommentar:
Mein lieber guter alter Freund Jean.
Es freut mich sehr, dass du immer noch aktiv bist und vor allem, dass es dir gut geht. Mehr als 2 Jahre habe ich nichts mehr von dir gehört, dass war sehr lange und habe immer wieder wenn ich deine Fallen in Verwendung hatte an dich gedacht. Besonders dein Suchstock welchen du mir einst geschenkt hast ist mir ans Herz gewachsen, denn das ist mit Sicherheit das beste Gerät auf dem Markt.
Kommst du eigentlich nicht mehr nach Vorarlberg? Solltest du einmal in unsere Gegend kommen, so würde mich ein Besuch von dir besonders freuen.
Übrigens. Am 01.05.2012 ist bei der Landwirtschaftsschule in Hohenems ein Tag der offenen Türe. Höchstwahrscheinlich führe ich die Fallen und den Fang der Mäuse vor. Halt das volle Programm auch mit lebenden Mäusen zur Ansicht. Du wirst lachen, aber diese Mäuse lasse ich wieder frei, da sie ja meine Gehilfen an diesem Tage sind.
Nun wünsche ich dir aber einen recht guten Erfolg für den morgigen Tag.
Schöne Grüße sendet Gerfried

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247 Sander, Jochen
28.03.12 15:28
Sehr geehrter Herr Jost,
ganz herzlichen Dank für die vielen Informationen die Sie zum Wühlmausfang veröffentlichen.
Nachdem ich mich etwa 2-3 Tage in jeder freien Minute mit Ihrer Internetseite beschäftigt habe Zug ich vorgestern los um 12 bayerische Drahtfallen anzuschaffen.
Gesternnachmittag war ich dann damit auf der Wiese eines befreundeten Bauern. Um es gleich zu sagen, heute spüre ich den Muskelkater.
Ergebnis: 7 Wühlmäuse, der Landwirt (und ich natürlich auch) war begeistert -das war mein erster Versuch.
Für mich als Nutztierarzt ist es wichtig einen Einblick in effektive, tierschutzgerechte und giftfreie Schadnagerregulierung im Freiland zu bekommen.
Herzlichen Dank für vorbehaltlose Weitergabe von "Tricks", das war nicht mein letzter "Jagdtag" Ihr Einverständnis vorausgesetzt werde ich Interessierten Ihre Internetseite weiterempfehlen.
Mit freundlichen Grüßen,
Jochen Sander
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Kommentar:
Sehr geehrter Herr Sander Jochen.
Erstmals einen recht herzlichen Dank für die netten Worte und sie können die Webseite natürlich jeden „Geplagten“ weiterempfehlen, denn es ist ja der Sinn der Sache, dass jeder Mensch sein Nagerproblem möglichst selbstständig und ohne Gift lösen kann.
Das sie einen Muskelkater verspüren ist natürlich nach einer ersten intensiven Mäusejagd normal, aber ich kann ihnen versichern, dass schon am dritten Tage der Schmerz nachlässt und sie hernach ohne weitere Probleme wochenlang Fallenstellen könnten, ohne nochmals in solch eine Situation zu kommen. Natürlich wird man hin und wieder müde, aber dies ist ja ein ganz normaler Prozess.
Es ist nicht leicht nur durch Lesen das Fallenstellen zu lernen, ohne das es einem ein Fänger genau erklärt, aber sie haben sich die Mühe gemacht und dafür sofort ihren Lohn erhalten. Sieben Wühlmäuse sind für den Anfang eine gute Leistung und sie werden nach mehr Erfolg streben, sobald sie den Dreh so richtig heraußen haben. Natürlich gibt es immer wieder Rückschläge, aber nur durch Rückschläge lernt man und wird klug.
Ziehen sie durch ihre guten Fangerfolge mögliche „Zweifler“ in ihren Bann und reißen sie diese mit, um ihnen zu zeigen, dass man mit einer gewissen Fallenstellerübung sogar aufs Gift verzichten kann.
In diesem Sinne wünsche ich ihnen noch einen weiterhin guten Fangerfolg.

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246 Nellie
18.02.12 21:24
Hallo und vielen herzlichen Dank für die informativen Seiten. Sehr hilfreich! Das muß viel Zeit gekostet haben, das alles zusammenzutragen.

Ich habe gestern, nachdem der Boden in meinem Gemüsestück endlich halbwegs aufgetaut war, zum ersten Mal Wühlmausgänge gefunden - meine Pastinakenreihe fehlte komplett, und zwei meiner letztjährigen Obstveredelungen hatten schon arg gelitten. Nun habe ich mir heute gleich ein paar Bayrische besorgt und will mal mein Glück versuchen. Mit all den guten Anleitungen hier kann es fast nicht schiefgehen :-)

Ein Wort zur Supercat Mausefalle aus Plastik. Ich hatte mir vier davon besorgt, weil ab und zu Mäuse auf dem Dachboden sind, zusätzlich zu den guten alten Luna-Fallen. Ich habe auch richtig Mäuse darin gefangen, allerdings waren drei- oder viermal die Mäuse nicht gleich erschlagen, sondern konnten sich wohl im letzten Augenblick noch wegdrehen - und hingen nur mit einem Vorderbein oder mit der Schulter darin! Was für Schmerzen müssen die gehabt haben! Was für ein gräßlicher Tod. Eine hat noch sogar noch versucht, sich freizunagen! Ich habe die Supercats dem Mülleimer zugeführt und stelle nur noch die herkömmlichen Luna-Holzfallen auf, damit ist so eine Tierquälerei noch NIE vorgekommen! Meiner Meinung nach gehört die Supercat verboten, auch wenn es sich "nur" um Mäuse handelt.
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Kommentar:
Hallo Nellie
Ja, es kostet einige Zeit um eine Serie zu erstellen. Der Zufall spielt hierbei oft eine Rolle und die Digitalkamera macht es dann möglich doch günstig und flexibel zu arbeiten.

Ich denke, dass die Bayrische sicher ihre guten Dienste tut. Anfangs wird es etwas schwer sein da das Eisen noch blank ist, aber mit der Zeit bekommt man die Falle in den Griff. Geduld ist auf alle Fälle nötig, es wird auch Rückschläge geben. Geht aber allen Fängern gleich. Also nicht den Mut verlieren. Ansonsten können sie mir ja ein Mail senden, falls es wirklich nicht klappen würde. Mir fällt sicher etwas ein.

Thema Kunststofffalle.
Ich persönlich verwende nur die Rapp2 und die selbstgefertigten Kunststofffallen aus Iso-Rohr. Bei diesen beiden Fallen hat die Maus keine Chance auch nur im Geringsten zu entkommen. Bei der Rapp2 befindet sie sich immer im Schlagbereich und bei der Iso - Rohrfalle wird sie immer stranguliert.

Die weiteren handelsüblichen Kunststofffallen sind zu langsam für die Mäuse. Zum Teil ist der Auslöser auch nicht richtig angesetzt und steht zu weit nach vorne oder ist überhaupt zu hoch. Daher auch die Fänge an den Vorderpfoten. Ich bin kein Freund von Plastik und vermeide daher solche Käufe, abgesehen von den beiden Fallentypen wie oben beschrieben. Die Plastikfallen sind jedoch billig und daher für den unerfahrenen Käufer verlockend.

Jeder Mensch hat einen Verstand und sollte schon beim Einkauf überlegen ob gut oder schlecht. Sie Nellie haben es richtig gemacht und ich sag’s Ihnen ehrlich, ich würde es gleich machen.

Nun denn. Ich wünsche auf alle Fälle eine gute Wühlmausjagd. Aber wie gesagt, es kann auch diese oder jene Niederlage geben. Bleiben Sie daher fest bei der Sache. Lesen Sie die Webseiten daher wirklich gründlich durch.

Es grüßt Gerfried Jost

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245 Finn Geertsen
26.01.12 21:55
Welcher Köder für Wanderratte auf dem Balkon?

Hallo Gerfried, hatten ja länger keinen Kontakt, doch jetzt habe ich wieder eine Frage an Dich bezüglich des Fangens einer Wanderratte.

Die Ratte ist den Knöterich, der an der Hauswand emporwächst, hinaufgeklettert und hat sich auf dem Balkon eingenistet, wo die Vögel gefüttert werden.
Dass das Tier weg muss, ist klar.
Mein Vater hatte bereits drei Luna Fallen gestellt, wovon eine Falle von der Ratte ausgelöst wurde. Hiernach blieben die Fallen unberührt (die Ratte ist vermutlich verprellt).

Mein Plan ist folgender: Ich habe eine Wina Rattenfalle, welche ich dann stellen würde. Nur hab ich jetzt Angst, die Ratte nicht in diese Falle hineingelockt zu bekommen. Deshalb meine Frage an Dich: Welchen Köder würdest Du verwenden? Die Ratte hatte vorher das Körnerfutter zur Verfügung, sowie Rosinen.

Herzlichen Dank jetzt schon für Deine Antwort!
Liebe Grüße aus dem Norden,
Finn
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Kommentar:
Hallo Finn
In deinem speziellen Fall würde ich es nachdem das Tier bereits verprellet wurde zuerst mit einer Wieselwippfalle probieren. Da ich mich erinnern kann dass du ein guter Bastler bist, so ist ein solcher Fallenbau kein Problem für dich. Eine Anleitung habe ich leider keine, aber dafür diesen Link. http://www.tobias-buehrig.de/Wippbrettbau.htm
Baue aber die Falle so, dass die Innenmaße, Breite x Höhe mindestens 3cm mehr betragen als die Originale von Herrn Bührig. Große Ratten gehen nicht gerne in ein kleines unbekanntes Loch. Nimm wenn möglich alte Bretter und als Köder verwendest du eine 1x1x0,5cm große Speckschwarte.
Ist die Ratte in der Falle, dann nimmst du die Falle, stellst sie auf einen Tisch und stülpst im Vorderteil wo das Gitter ist einen durchsichtigen stabilen 60 Liter Nylon Sack darüber und ziehst gleichzeitig das Gitter aus der Verankerung. Die Ratte sitzt in diesem Moment im hintersten Winkel der Falle und wird zu 99% nicht freiwillig nach vorne kommen. Du umspannst nun die Falle fest mit dem Sack und hebst die Falle mit der anderen Hand beim Eingang auf, aber so, dass du gleichzeitig auch die Wippe fest hältst. Du stellst die Falle nun senkrecht, wobei der Sack den Boden nicht berührt. Nun fällt die Ratte in den Sack. Sie versucht zu springen, aber da der Sack in der Höhe ist, so kann sie die Sprungkraft nicht voll ausnützen und kommt nur wenig hoch. Du umschließt den Sack im oberen Bereich nun ganz und entfernst im selben Moment die Falle. Sobald du dies getan hast, schlägst du den Sack mit einem kräftigen Hieb an die Balkonmauer. Das geht seitwärts sehr gut, den würdest du den Sack auf den Boden schlagen, so müsstest du ihn über dich schwingen, was nicht so günstig ist, da das Tier kurz über dir wäre und na ja, man weiß ja nie. Ich geh da immer auf Nummer sicher, denn ein Rattenbiss wäre recht ungünstig.
Die Wina würde ich ungespannt im Gegenzug zur Wippfalle auf dem Balkonboden postieren. Du stellst sie aber mit einer Umrandung, damit das Tier schön von vorne kommen muss. Das Vorbrett sollte auch nicht fehlen. Du beköderst die Falle und lässt die Ratte den Köder einige Male holen. Über die Falle stellst du aber eine Obststeige. Somit wird ein Vogelfang ausgeschlossen. Die Ratte riecht den Köder. Der Einschlupf auf einer Seite sollte gut 5cm bei einer Spreißel betragen. Eine große Ratte kommt hernach leicht durch. Sollte die Wina wirklich benötigt werden, so ist die Ratte schon an die neue Falle gewohnt. Die Fanganleitungen für die Wina findest du unter der Wanderrattenseite bei meiner Webseite.
Nun den mein lieber Freund. Du wirst gefordert. An Fangerfahrungen fehlt es dir ja nicht. Ich denke, dass es für dich kein Problem darstellen wird. Vergräme das Tier nicht durch voreilige Taten. Ob die Ratte eine Woche länger lebt, dass ist doch wirklich wurscht. Das Endergebnis ist ausschlaggebend.
Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.
Gruß Gerfried
  E-Mail 431765082


244 Stephan
15.01.12 12:08
Servus! Vielen Dank für diese tolle Seite, die hat mir schon sehr viel geholfen!

Ich bin 16 und um uns rum sind lauter Wiesen und Felder, weswegen wir jährlich einige Maulwürfe in unserem Garten haben. Schermäuse hatten wir noch nie, doch im Juli 2011 sind sie gekommen. Da hat mich der Fang von Schermäusen noch nicht interessiert, aber das ist mittlerweile das Gegenteil. Auf jeden Fall stellte mein Vater drei alte bayerische Drahtfallen, die jedoch immer zugewühlt wurden. Dann war auf einmal Ruhe und die Fallen wurden wieder eingesammelt. Nun denn, bis Oktober wurde der Teil des Gartens mit zwei jungen Kirschbäumen eher weniger von uns besucht, doch dann ging ich nichtsahnend hinter und sah ernsthaft wieder neue Haufen von den Wühlmäusen. So, dann habe ich mir von meinem Vater das Fallenstellen zeigen lassen und bin täglich hintergegangen, um die Fallen zu kontrollieren. Nichts ging rein. Entweder waren sie zugewühlt, ausgelöst oder sie standen wie unberührt da. Das neu aufstellen und wieder nachschauen ging bis Anfang November, als dann endlich die erste gefangen war. Doch das war nicht die Einzigste.
Das Gewühle ging weiter. Ich bin also ins Gartencenter gefahren und habe mir zwei SuperCat sowie sieben bayerische Drahtfallen zugelegt. Ende November kam ich dann auf die Idee, eine der SuperCat mit einer Karotte zu beködern, was auch Erfolg hatte. In der Falle war ein Wühlmauskopf, der Rest der Wühlmaus war weg. Leider hat eine unserer Katzen den dann weggefressen, weswegen ich kein Foto machen konnte. Seltsam war das aber schon. Gut, ab dann ging nichts mehr rein und sie wühlten immer näher an meine Kirschbäumchen ran. Anfang Dezember legte ich mir dann zwei Patent-Wühlmausfallen und nochmal zwei Bayerische Drahtfallen zu, mit denen ich eine Wühlmaus fangen konnte. Gesamtbilanz waren zu diesem Zeitpunkt drei Wühlmäuse (alle Jungtiere). Bis heute konnte ich leider keine weitere mehr fangen, obwohl noch immer keine Ruhe ist.

Mittlerweile weiß ich auch meinen Fehler, den ich gemacht habe. Ich habe ständig die Gänge aufgemacht, um zu schauen, ob die Wühlmaus sie wieder zu macht. Damit habe ich sie vergrämt.

Aber nun habe ich schon etwas Erfahrung dank Ihrer Seite und den Wühlmäusen bei uns in Sachen Wühlmaus fangen. Ich bin jetzt gerüstet im Kampf gegen die Wühlmäuse und werde bei den nächsten Besuchen von Wühlmäusen die Fallen von Anfang an sauber stellen, ohne vorangehender Verwühlprobe.

Schöne Grüße aus Bayern
Stephan
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Kommentar:
Hallo Stephan
Du mußt lernen die Tiere zu unterscheiden. Ist es eine Feldmaus, Wühlmaus oder eben ein Scher. Schau dir also die Webseiten von der Feld und Wühlmaus genau an. Beobachte die Wiese, prüfe die Erdhügel und möglichen Erdlöcher. Junge alleine gelassene Wühlmäuse zeigen ein ähnliches Wühl und Baumuster wie die Feldmaus. Alleingelassen werden die Jungtiere nur, wenn das Alttier vom Mäusejäger, der Katze oder einem sonstigen Feind gefangen wird.
Vermutlich sind bei dir Wühlmäuse und Maulwürfe am selben Ort, daher diese Unregelmäßigkeiten was die langen Pausen betrifft. Der Maulwurf kann mitunter wochenlang verschwinden und hernach wieder auftauchen. Die Wühlmaus wird durch den Maulwurf begünstigt und kann daher in ein Gangsystem leicht einwandern. Ist sie einmal drinnen, dann kann man es nur noch schwer unterscheiden, da die Wühlmaus recht ruhig dahin lebt. Der Mensch sieht lauter Maulwurfhügel und denkt, da kann ja eh nichts passieren. Falsch gedacht.
Du machst es richtig. Lege dir verschiedene Falletypen zu und probiere welche dir am besten in der Hand liegt. Diese verwendest du hernach hauptsächlich. Die anderen Fallen stellst du aber immer wieder einmal so nebenbei, damit du auch hierbei in Form bleibst. Wenn du Volljährig bist, dann kaufst du dir noch einen oder zwei Schussapparate.
Wenn du einmal ein erfahrener Fänger bist, dann kannst du dir auch gelegentlich eine Kleinigkeit dazu verdienen. Wissen und Können ist Macht.
Das ist normal dass eine Katze den Kopf der Maus frißt. Deine Katze ist halt kein verwöhnter Stubenhocker.
So. Nun wünsche ich dir noch einen weiterhin guten Fangerfolg und wenn du Fragen hast, so schreibst mir einfach ein Mail.
Es grüßt Gerfried aus Hohenems


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