Dirk 06.04.09 13:48 |
Das war eine echt tolle Frühjahrs-Rex-Tournee. Ob es angenehmer gewesen wäre, wenn meine Favoriten über das Jahr verteilt gespielt hätten? Ich weiß es nicht.
Angefangen hat alles mit Rob Tognoni. Ich will mal sagen, das ist der Sieg der Arbeiterklasse auf der Bühne. Was der Kerl rackert & rollert, das ist wirklich unglaublich. So richtig schöner roher Bluesrock, wie ihn nur AC/DC in ihren ersten Tagen besser bringen konnten.
Stan Webb's Chicken Shack wäre ja beinahe schiefgegangen. Nach der Verspätung durch die Autopanne und was auf der Bühne noch so alles schiefging. Alle Achtung, wie sie den Gig gemeistert haben. Über die Musik braucht man keine großen Worte verlieren. Einfach 1A!
Den "Dicken" (Popa Chubby) musste ich aus Budgetgründen auslassen. War im letzten Jahr aber wirklich super.
Mitch Ryder & Engerling war im Gegensatz dazu Blues in Perfektion. Der Meister ist unübertroffen. Man wundert sich, das er die wenigen Stufen auf die Bühne hochkommt. Hat er's geschafft, kann seine Darbietung wohl nur noch von Joe Cocker übertroffen werden. Die Band, Engerling plus Gastgitarrist, wie im letzten Jahr schon besetzt. Einfach klasse gespielt.
Dann Miller Anderson mit Kris Gray, dem Urgestein eines schottischen Bassisten, bieten obendrein noch eine wunderbare Komik. Man hatte das Gefühl, die wohnen gerade in der Nachhbarschaft und kommen mal eben auf ein Bier herüber. Zumal ich Kris Gray in der Woche vorher im Rex antraf, wie er durch die Reihen ging und Handzettel für das Konzert verteilte. Frank Tischer muss ich noch erwähnen. Es ist wirklich unglaublich, wie er über die Tasten rauscht. Atemberaubend.
Den Abschluss bildete Carl Verheyen. Wer von den wenigen erlauchten Teilnehmern des letztjährigen Konzerts glaubte, das erlebte sei nicht zu toppen, der sah sich getäuscht. Carl spielte sich seinerzeit, wie hier bereits angemerkt, in einen wahren Improvisationsrausch. Die Band wirkte dieses mal noch besser eingespielt als beim letzten mal. Ein Gefühl, das Carl mir im Gespräch nach dem Auftritt bestätigen konnte.
Zum Abschluss noch ein großes Dankeschön an Margit Gehrisch, die uns diese wunderschönen Konzerte ermöglicht.
Bis zum nächsten mal. |
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